Waldbrandgefahren - nicht nur im Sommer

Waldbrände haben meist verheerende Folgen. Dabei ließen sie sich doch mit der entsprechenden Vorsicht vermeiden. Die meisten Waldbrände verursacht der Mensch! Waldbrände entstehen in unseren Breitengraden meist aus fahrlässiger Unachtsamkeit oder durch vorsätzliche Brandstiftung. Zu den häufigsten Nachlässigkeiten zählen leichtfertiger Umgang mit offenem Feuer und das Wegwerfen von noch glimmenden Zigarettenkippen!
Nicht umsonst besteht in der Sommerzeit in unseren Wäldern Rauchverbot
Machen sie rauchende Spaziergänger darauf aufmerksam - höflich, aber bestimmt. Denken sie immer daran: Feuerwehrleute schützen sich im Löscheinsatz durch spezielle Schutzkleidung und mit Atemschutzgeräten. Betroffene und Anlieger eines Hausbrandes können evakuiert werden. Flora, Fauna und die Tierwelt jedoch bleiben im Brandfall ihrem Schicksal überlassen.

Beachten Sie bitte:

Rauchverbot im Wald:
Die Zigarettenkippe wird durch etwas Wind so angefacht, dass es zum Waldbrand kommen kann. Dazu gehört auch, dass keine Zigarettenkippen während der Fahrt aus dem Fenster ihres PKW`s geschnippt werden!

Keine Glasflaschen oder Scherben im Wald zurück lassen:
Die Scherben einer Flasche oder die Flasche selbst können durch die Wölbung wie eine Lupe wirken und Laub oder vertrocknete Äste in Brand stecken.

Grillen oder offenes Feuer vermeiden:
Grillen sie nicht und entzünden sie kein offenes Feuer (Lagerfeuer) im Wald oder auf Wiesen. Schnell breitet sich ein Feuer aus und kann dann nicht mehr kontrolliert werden.

Kraftfahrzeuge im Wald und auf Wiesen:
Parken sie Ihre Fahrzeuge nicht auf Wiesen oder im Wald, sondern nur auf den dafür ausgeschilderten Parkplätzen. Der heiße Motorblock oder der Katalysator können schnell die darunter liegende Wiese oder vertrocknete Äste in Brand setzten.

Richtiges Verhalten bei Bränden im Wald

Brandmeldung:
Im Falle eines Wald- oder Flurbrandes ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu verständigen. Dabei sind möglichst die nachfolgenden Daten zu übermitteln:

  • Genaue Angabe des Brandortes
  • Ausmaß des Brandes
  • Günstigste Zufahrt zum Brandort
  • evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
  • Derzeitiger eigener Standort des Meldenden

Brandbekämpfung:
Die Brandbekämpfung eines Entstehungsbrandes muss mit allen zur Verfügung stehenden Mittel erfolgen. Da Wasser in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, könnten die nachfolgend aufgeführten Hilfsmittel eingesetzt werden:

  • Austreten von kleinen Brandstellen
  • Auskehren oder Ausschlagen mit etwa 1,5 Meter langen Nadelbaumästen
  • Abdecken der Brandstelle mit Sand oder Erdreich
  • Löschen mit FeuerlöschernGegen den Wind in Sicherheit bringen
  • Feuerwehranfahrtsweg frei halten