Für den Ernstfall bestens vorbereitet – Einsatzkräfte bei der Heißausbildung

Gruppenfoto vor der Übungsanlage in BrüggenIn diesem Jahr führten die Angehörigen der Löschzüge Issum und Sevelen eine Heißausbildung für Feuerwehrangehörige durch. Nachdem man in den vergangenen Jahren das Hauptaugenmerk auf Fahrerschulungen in Gefahrensituationen legte, wird jetzt wieder intensives Training für die Atemschutzgeräteträger auf dem Programm stehen. Am 31.10.2015 besuchten 18 Feuerwehrangehörige beider Löschzüge das Trainings- & Kompentenzzentrum Nordrhein-Westfalen GmbH in Brüggen. Im Laufe der Zeit hat sich das Trainings- & Kompentenzzentrum Nordrhein-Westfalen auf die Königsdisziplin der Feuerwehren, den Innenangriff unter realen Brandbedingungen, spezialisiert.

Die Heißausbildung dient vor allem unerfahrenen Feuerwehrangehörigen in erster Linie ihre Grenzen aufzuzeigen und Ihnen spezielle Löschtechniken zu vermitteln und zu schulen. In Verbindung mit der Heißausbildung werden die Feuerwehrangehörigen optimal auf den Ernstfall vorbereitet und wissen letztendlich, was einen im Innenangriff erwartet. Sie lernen mit der Wärme umzugehen und verstehen, wie die Ausbreitung der Wärme unterbunden wird und wie gefährlich das Einbringen von zuviel Löschwasser sein kann.

Schwerpunkte der Ausbildungsmaßnahme waren nach der Sicherheitsunterweisung der Brandeinsatz und die Personensuche.
Die Teilnehmer wurden nach der Begrüßung zunächst in die Gefahren der Übungsanlage unterwiesen. So dürfen sie sich z.B. nicht gegenseitig im Brandraum berühren; dadurch geht nämlich das Luftpolster zwischen Körper und Kleidung verloren und kann unter Umständen zu Verbrühungen führen. Nach der theoretischen Unterweisung durften die Teilnehmer zunächst die Anlage begehen und sich die Gegebenheiten vor Ort anschauen. Nachdem alle ihre Atemschutzgeräte und Einsatzbekleidung überprüft hatten, wurde es auch schon "ernst": Jeweils zwei Trupps gingen in den Brandübungscontainer vor. Ein Trupp hatte die Aufgabe, vermisste Personen aufzuspüren und zu retten, d.h. ins Freie zu verbringen. Der zweite Trupp ging zur Brandbekämpfung vor. Mehrere brennende Holzpaletten simulierten das Schadenfeuer und sorgten für die große Wärme in der Containeranlage. Gemeinsam mit dem Ausbilder begannen die Trupps mit Löschversuchen, unterstützt durch Tipps und Hinweise des Ausbilders. Auch wurde die Kommunikation zwischen dem Trupp trainiert, die bei „Null Sicht“ lebenswichtig ist.
Nach jedem Durchgang durch die Übungsanlage gab es jeweils ein Feedback zwischen dem Ausbilder und den eingesetzten Trupps.